Eva in der Welt

 

 

Meine 2 Monate in Afrika

eva auf berg

Ich sitze nun im Flieger zurück nach Los Angeles und schaue zurück auf die letzen 10 Wochen Abenteuer. Es war eine lange Zeit, eine abschnittsweise harte Zeit, aber am Ende vor allem eine gute Zeit. Mein outreach Team bestand aus meinen 2 Leadern aus Pensilvania und Österreich, und 5 Mädels aus Deutschland, Australien, der Schweiz, aus Norwegen, und Kalifornien. Ein bunter Haufen aus Charakteren aber am Ende ein Geist wenn es darauf ankommt Jesus in der Welt groß zu machen. Die ersten 5 Wochen Mozambique waren durch Challenges und unangenehme Situationen geprägt. Wir haben alle zusammen in einem kleinen Zimmer geschlafen

(Privatsphäre oder Ruhe war da aus für die nächsten Wochen), haben zusammen im afrikanischen “Winter” geschwitzt, Moskitos gejagt, Reis und Bohnen zu unserer Hauptnahrung gemacht, erlebt wie es sich anfühlt wenn Schwarze deine Hautfarbe und vor allem Haare entdecken und natürlich die ministries (Missionseinsätze) durchgeführt. So etwas schweißt wirklich zusammen. Als Team sind wir in eine Mutterschaftsklinik, in Dörfer,in Kirchen, auf Müllberge und in Schulen gegangen und haben mit Menschen gebetet, und Workshops geleitet. Mich hat es sehr berührt wie offen die Menschen in Mosambik für das Evangelium waren. Die meisten Menschen hier glauben. Jedoch ist nicht immer ganz klar an was. In Mosambik ist die spirituelle Welt immer noch sehr sehr stark spürbar, die meisten Leute gehen zu einem “witch doctor” und haben ihr Vertrauen in irgendwelchen Geistern und Heilungsritualen. Durch die Not die dort herrscht sind die Menschen offen für alles was Hilfe verspricht, leider geht es da nicht immer mit guten Mächten zu. Ich habe in meinen Leben noch nie so einen spirituellen Kampf erfahren wie ich es in Mosambik getan habe. Es war spürbar wie wir als Gruppe angegriffen wurden. Durch schlechte Träume, schwere Emotionen, Probleme in der Gruppe und Krankheiten. Aber genau das hat uns alle noch näher zu Gott geführt. Letztendlich braucht man auch keine Angst vor alle dem zu haben weil unser Gott stärker ist als jede andere Macht. Und auch seine Kraft haben wir stark erlebt, wie er Herzen berührt und für sich gewonnen hat.
Es ist einfach Wahnsinn den Unterschied zwischen der geistigen Welt in Afrika und der in Europa zu sehen. Für uns existiert das meiste gar nicht in unseren Köpfen und für die Afrikaner ist die geistige Welt realer als die physische. Es ist wirklich als leben wir in verschiedenen Welten mit unterschiedlichen Wahrnehmungen.
Diese Erfahrungen werde ich wohl mein Leben lang nicht vergessen. Auch wie sehr sich die Kinder dort nach Liebe sehnen, oder einfach in den Arm genommen zu werden. Es war das schönste die Kinder zu knuddeln und zu sehen wie glücklich sie werden oder friedlich einschlafen. Viele Kinder sind auf sich alleine gestellt und werden von ihren Eltern nur mit dem wichtigsten versorgt. Aber Aufmerksamkeit und Liebe ist oftmals leider nicht dabei. Die Kinder die ich kennen gelernt habe waren hungrig nach Brot aber noch viel mehr hungrig nach Liebe. Ich hätte zuvor nie gedacht wie viel Kraft und Auswirkung in einer Umarmung steckt. Aber oft sind es die kleinen Dinge die einen Einfluss machen.
Mozambique hat eine Leidenschaft in mir geweckt, neue Kulturen zu entdecken und Gottes Liebe mit Menschen auf der ganzen Welt zu teilen. Ich habe in der Zeit auch gelernt was es heißt voll und ganz auf Gott vertrauen zu müssen und in ihm Komfort und Freude zu finden, vor allem in unangenehmen Situationen.
Ja, Mosambik hat mich definitiv geprägt und geformt und im Nachhinein bin ich dankbar für jede Challenge die mich wachsen hat lassen.

Part 2 von outreach lies uns alle aufatmen. Muizenberg, Süd Afrika hat uns emotional wieder stabil gemacht. Für mich persönlich war das Wunder der Natur therapeutisch, die Weite des Meeres hat mir den Druck von der Seele genommen und die naheliegenden Berge haben mir das Gefühl von Freiheit wieder gegeben. Wir alle haben gespürt wie eine Last von unseren Schultern abfällt, die schweren Gefühle waren nicht mehr da und unsere Freude ist zurück gekommen. Jetzt im Nachhinein betrachtet haben wir das ganz schön gebraucht.
Diesen Aufschwung konnten wir gleich für unsere ministries gebrauchen, die sich stark von denen in Mozambique unterschieden haben. Der Fokus war diesmal mehr auf creative ministry. Das heißt wir haben unsere kreativen Köpfe angestrengt und mit viel Eifer und vor allem Papier und Schere gebastelt und kreiert. Wir hatten es am Herzen die Menschen in Kapstadt zu ermutigen und Leben in sie hinein zu sprechen. Dazu haben wir Karten verschenkt, die Stadt und die Züge mit aussagekräftigen Post-its bestückt, Frauen, unabhängig von Hautfarbe und Rolle in der Gesellschaft darauf aufmerksam gemacht dass sie wertvoll und wunderschön sind und viele weitere große und kleine Projekte durchgeführt.
Und ganz nebenbei natürlich die Schönheit Kapstadts bewundert. Ich habe mich wirklich in die Stadt mit ihrer Vielfalt an Natur und Kultur verliebt. Mein Highlight war unter anderem ein Ausflug auf den Table Mountain der bei wolkenfreiem Himmel einen Ausblick auf die ganze Stadt verspricht.
Natürlich ist aber auch hier nicht alles Gold was glänzt, die Touristen Attraktionen mal beiseite geschoben fällt auf dass Süd Afrika das Kapitel der Segregation noch nicht ganz geschlossen hat. Spürbare Trennungen sind vor allem noch im Zug, in vielen Vierteln und in sämtlichen Einkaufszentren zu sehen. Aus den Gesprächen mit den Einheimischen konnte man immer noch Unsicherheit und Frustration heraus hören.
Ich hoffe dass das Land diesen Konflikt bald hinter sich lassen kann und endlich zu einer Einheit wird.
Die Zeit hier in Süd Afrika hat mir gezeigt dass man auch Zuhause einen Einfluss machen kann. Alles was es dazu braucht ist ein Stift und ein Blatt Papier das das Potential hat jemanden den Tag zu verschönen. Ich möchte mir auch in Zukunft mehr Zeit dafür nehmen und sensibel sein was Gott sagen möchte. Er hat nämlich viele gute Sachen zu sagen :)

Jetzt sitze ich also im Flieger und der outreach und somit die DTS gehen zu Ende. Lediglich eine Woche debrief wartet auf mich und dann ist meine Zeit hier auch schon vorbei. Es ist schnell vergangen im Nachhinein aber ich nehme so viel mit nach Hause. Nicht nur ein paar Kilogramm dank des amerikanischen Essens, sondern vor allem Erinnerungen in meinem Herzen. Ich bin immer noch super dankbar für die Zeit und kann es nur jedem empfehlen sich auch für eine Zeit im Ausland zu entscheiden. Es erweitert den eigenen Horizont und bereichert die Persönlichkeit.
Die highsten credits gehen aber nach oben an meinen Gott der die Hand über mir gehalten hat und sich so real gezeigt hat. Er war und ist das Highlight all meiner Reisen und ist mir in so vielen neuen Wegen begegnet. Ich bin begeistert wie gut er ist und freue mich mein Abenteuer “Leben” mit ihm zu gestalten.
Und damit möchte ich auch enden, mit einem Dankeschön an Gott.

Eva’s Reisebericht I:
DIE LIEBE GOTTES IM ROTLICHT MILIEU VON ENSENADA

Dienstag, 1 8. 00 Uhr Band Be Free Probe Bandraum MLH

Eva ist zur Zeit mit Jugend fur eine Mission in der Welt unterwegs. Sie ist zur Zeit noch in LA und berichtet von einem “Ausflug” nach Mexico: Letzte Woche waren wir als Team in Ensenada, Mexico. Die Base auf der wir untergebracht waren ist direkt am Strand, was mir die Zeit besonders schön gemacht hat. Ich konnte in der früh raus gehen, am Strand laufen und mit Gott quatschen, eine meiner Lieblingssachen. Ich fühle mich ihm immer so nahe, wenn ich am Strand stehe und auf das Meer hinaus schaue. Es ist so unendlich weit und tief, wie unendlich größer muss dann unser Gott sein, der das alles erschaffen hat? Wie kreativ und farbenfroh muss er sein, wenn man sich die Unterwasserwelt anschaut? Ja, Gottes Schöpfung hat mich auch dieses Mal wieder berührt und fasziniert.
Neben dem Unterricht (die Woche ging es um “worship as a lifestyle”), haben wir ein Frauenhaus besucht, in dem Mädels im Alter zwischen 1 3 und 21 unterge- bracht sind. Sie kommen alle aus kaputten Familien und wurden beispielsweise aus Prostitution oder Drogensucht rausgeholt. Wir waren einfach für sie da, haben mit ihnen gesungen, getanzt und ihnen erzählt -von uns und unserem Glauben. Es hat mein Herz berührt zu sehen, wie offen sie am Ende der Woche waren und wie ihre Augen immer mehr Hoffnung und Freude wiedergespiegelt haben. Jesus ist gerade für solche Menschen auf die Welt gekommen um Hoffung zu bringen, er sieht sie und möchte Herzen heilen und Liebe schenken. Die Mädels waren sehr interessiert an den Geschichten uber Jesus und ich bin gespannt, wie er die eine oder andere verändern wird, um Ihrerseits anderen Mädchen in der gleichen Situation Mut zu machen.
An einem Abend waren wir auch im Rotlicht Milieu und haben Suppe und Kaffee verteilt. Es ist schön auch durch solche praktischen Sachen Gottes Liebe weiter zu geben, ohne viele Worte verlieren zu müssen. Für mich ist es eine tolle Erfahrung einfach zu dienen, egal wo und egal wem. Gott macht nämlich auch keinen Unterschied und Jesus war das beste Beispiel eines Dieners, der für alle da war. Ich weiß, dass die Frauen, die dort als Prostituierte arbeiten, in seinen Augen genauso wertvoll und geliebt sind und er sich um sie sorgt.
Die Woche insgesamt hat mir sehr gut getan, aus LA rauszukommen und frischen Wind für die letzten lecture Wochen mitzunehmen :)

 

 

 

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So 8.1. 2017
Gestern  flog Eva nach LA. Am 20.12. feierten wir im Jugendhaus Ihren Abschied (hier Eva mit Alina) und jetzt ist sie endgültig weg  :( ! Was sie erlebt schreibt sie auf diesem Blog. :) ….

… wenn sie gelernt hat, wie unsere Website zu bedienen ist ;) ….
Wir warten mit Spannung auf Ihren ersten Bericht!